Zahnarzt Dr. Dreißig Dinkelsbühl

Die zahnärztliche Behandlung mit Vollnarkose

  • Schieben Sie jeden Zahnarztbesuch so lange es geht, hinaus?
  • Bekommen Sie schon bei dem Gedanken, einen Zahnarzt aufzusuchen, Schweißausbrüche und körperliches Unwohlsein?
  • Haben Sie sich dabei ertappt, dass Sie Ihr Essen nach dem Zustand Ihrer Zähne auswählen, also am liebsten auf feste Nahrung verzichten und stattdessen  eine Suppe essen?

Wenn Sie alle diese Fragen ehrlicherweise mit „JA“ beantworten können, dann gehören Sie zu den so genannten „Angstpatienten“ – Sie sind der Patient, für den die Lösung heißt: Vollnarkose!

Was aber bedeutet dies nun genau, was gilt es zu beachten, und wie ist der Ablauf? Ist Vollnarkose sicher? Können trotz Vollnarkose Schmerzen auftreten? Und was ist mit den Kosten?
Dies und vieles mehr soll im Folgenden erläutert werden:

 

Was ist eine Vollnarkose?

Bei der Vollnarkose werden – bestimmte Wirkstoffe machen dies möglich – sowohl das Bewusstsein als auch die Empfindung für Schmerzen für einen bestimmten Zeitraum völlig ausgeschaltet, so dass der Patient buchstäblich nichts mehr spürt. Auch die Fähigkeit, sich zu erinnern, besteht für diesen Zeitraum nicht mehr – die Wirkstoffe beeinflussen für den Behandlungszeitraum das zentrale Nervensystem. Die ideale Lösung für den Angstpatienten, aber auch für Kinder oder behinderte Personen. Auf diese Art sind in kürzester Zeit auch die Komplettsanierung eines Gebisses oder sonstige aufwendige Behandlungsschritte möglich. Mit der herkömmlichen Behandlungsmethode würde man Monate oder auch Jahre benötigen.

Als „Angstpatient“ haben Sie eindeutige Vorteile:

  • schmerzfreie Behandlung
  • daher brauchen Sie auch keine Angst zu haben
  • große Zeitersparnis
  • nach der OP erhöhte Lebensqualität

Wie sicher ist die Vollnarkose?

Ein eventuell existierendes Risiko wird durch die Narkosemittel, die heutzutage verwendet werden stark gesenkt. Diese Mittel sind gut verträglich und sorgen dafür, dass der Organismus sie schnell wieder ausscheidet; daher ist auch von – wenn überhaupt – geringen Nebenwirkungen auszugehen!

 

Schmerzen trotz Vollnarkose?

In der medizinischen Literatur werden solche Fälle zwar beschrieben. In der heutigen Zeit ist dies aber, dank moderner Schmerzmittel und guter Beobachtung, weitestgehend ausgeschlossen.

Vor dem bevorstehenden operativen Eingriff erhalten Sie von Ihrem Zahnarzt einen Fragebogen –„Anästhesiefragebogen“, den Sie bitte mit großer Sorgfalt ausfüllen. Bei kniffligen Fragen oder in Zweifelsfällen suchen Sie bitte immer das Gespräch mit dem betreffenden Narkosearzt!

 

Der Tag der Operation!

Um die Durchführung für den Patienten –also für Sie – professionell zu gestalten, arbeiten viele Zahnärzte Hand in Hand mit Narkoseärzten.
Am Tag der Operation wird das sonst „normale“ Behandlungszimmer zu einer Art „Operationssaal“ umgestaltet, da hierbei besondere Geräte zur Überwachung nötig sind. Eine gründliche Vorbereitung von allen Seiten – Zahnarzt, Patient und Narkosearzt – ist hierbei entscheidend. So sollte Ihr Zahnarzt mit Ihnen schon im Vorfeld alle wichtigen Dinge Schritt für Schritt besprochen haben, damit Sie auch genau wissen, was auf Sie zu kommen wird und wie Sie sich verhalten müssen. Denn eines ist sicher: auf Ihre Mitwirkung kommt es besonders an, damit die Operation für alle Beteiligten ein Erfolg wird!

Der Tag der Operation ist da – achten Sie bitte darauf, dass Sie schon mindestens sechs Stunden „nüchtern“ sind, das heißt, Sie dürfen in diesem Zeitraum weder feste noch flüssige Nahrung zu sich genommen haben. Schwierig für die Raucher unter Ihnen: das gilt nämlich auch für das Rauchen!
Wenn Sie Medikamente nehmen müssen, teilen Sie dies bitte dem Narkosearzt mit –Diabetiker müssen sich hier besonders mit ihm besprechen!

Handelt es sich um eine ambulante Operation – nach dem Eingriff dürfen Sie wieder nach Hause gehen! – denken Sie bitte immer daran, eine Person Ihres Vertrauens, eine so genannte „Begleitperson“ mitzubringen, die Sie auf dem Heimweg „begleiten“ kann – auch, wenn Sie dann zu Hause sind, ist eine Person, die Sie unterstützt, anzuraten.

Vor der Operation sollten Sie noch einmal die Toilette aufsuchen.
Dann sollten Sie auch Ihren herausnehmbaren Zahnersatz entfernen, Kontaktlinsen und Uhren, sowie Schmuck müssen abgelegt werden.
Nun kommt der Narkosearzt zum Einsatz und die Operation beginnt.

 

Operation gelungen und jetzt?

Ist der Eingriff beendet, wird auch die Narkose beendet, und Sie wachen im „Aufwachzimmer“ auf. Hier stehen Sie noch etwa eine Stunde unter Beobachtung; der Kreislauf muss erst wieder vollständig funktionieren. Ist alles in Ordnung, können Sie die Praxis in Begleitung wieder verlassen.
Bitte beachten Sie: Nehmen Sie auf keinen Fall in den kommenden Stunden am Straßenverkehr teil. Trinken Sie keinen Alkohol und vermeiden Sie körperliche Arbeit- schieben Sie ausnahmsweise auch wichtige Entscheidungen auf den Zeitpunkt, an dem Sie vollständig genesen sind!
Wenn Sie von Ihrem Zahnarzt keine anderen Weisungen erhalten haben, können Sie dann langsam mit der Nahrungsaufnahme wieder beginnen- am besten, indem Sie schlückchenweise beginnen zu trinken – essen Sie dazu zum Beispiel etwas Knäckebrot. Je nachdem, wie gut es Ihnen dann geht, können Sie, wenn Sie Appetit verspüren, leichte Kost zu sich nehmen.
Zögern Sie nicht, bei eventuell auftretenden Beschwerden sofort Ihren Zahnarzt zu kontaktieren!

 

Abschließend soll hier auch noch etwas zu den Kosten angemerkt werden, die eine Vollnarkose mit sich bringen kann, denn Sie fragen sich bestimmt, ob die gesetzliche Krankenversicherung dafür aufkommt, oder Sie in die eigene Tasche greifen müssen:
Die gesetzliche Krankenversicherung trägt die Kosten immer nur dann, wenn sie „medizinisch notwendig“ sind, das heißt eine herkömmliche Ausschaltung des Schmerzes nicht möglich ist. In dieser Hinsicht ist der Personenkreis sehr begrenzt: Kinder unter zwölf Jahren, die „nicht mit dem Zahnarzt zusammen arbeiten“ und deshalb keine örtliche Betäubung möglich ist. Patienten mit geistiger Behinderung sowie Patienten, bei denen keine örtlichen Betäubungsmittel wegen Allergien oder anderen Erkrankungen verabreicht werden dürfen und Patienten, denen ein größerer chirurgischer Eingriff bevorsteht, der nicht unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.
Selbst bei der Ziehung aller Weisheitszähne geht die GKV davon aus, dass diese Ziehungen in mehren Sitzungen erfolgen kann und deshalb die örtlichen Betäubungsmittel völlig ausreichend sind, da die Kassen keine „Wunschnarkosen“ bezahlen, obwohl jeder Mensch mit einem normalen Empfinden die Ziehung von Weisheitszähnen auch als einen „größeren chirurgischen Engriff“ definieren würde. Wie so oft, so sind auch hier viele Dinge Ermessenssache! Schlussendlich wird es also so aussehen, dass Sie, sollten Sie nicht zu dem oben genannten Personenkreis gehören, wohl selbst in die Tasche greifen müssen. In diesem Fall belaufen sich die Kosten auf etwa 250,00 bis 300,00€ pro Stunde, wobei es natürlich auf den behandelnden Zahnarzt beziehungsweise die Kosten des Narkosearztes ankommt. Aber auch dieses Thema gehört auf jeden Fall an den Anfang des Behandlungsplans, damit Sie Kostensicherheit haben und es hinterher kein böses Erwachen gibt!